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Reise

Mit dem Wohnmobil bis zum Nordkap – Vorbereitungen & Reiseroute

05/08/2026

Nach Schweden mit dem Wohnmobil (2019), Norwegen mit dem Wohnmobil (2022), Schweden mit dem Auto (2023) und Lofoten mit dem Wohnmobil reisen wir im Sommer 2026 ein weiteres Mal mit dem Wohnmobil nach Schweden und Norwegen! Diesmal haben wir uns das Nordkap als Ziel gesetzt, nachdem wir es beim letzten Mal immerhin schon bis zu den Lofoten geschafft haben. Doch unser Motto beim Reisen mit dem Wohnmobil ist ohnehin immer “Abenteuer beginnen da, wo Pläne enden”, und so werden wir die 3 Wochen Abenteuerurlaub auch auf einer ggf. kürzeren oder ganz anderen Strecke in vollen Zügen genießen.

Eigentlich war dieses Jahr gar keine größere Reise in den Sommerferien geplant, da es meiner Mutter gesundheitlich sehr schlecht ging und wir deshalb nicht so weit weg fahren wollten. Leider ist meine Mutter daraufhin verstorben, was die Reiseplanung und jegliche Gedanken an die Sommerferien erstmal komplett zum Erliegen gebracht hat. Doch dann haben wir spontan beschlossen doch nochmal mit dem Wohnmobil loszufahren und unser Ziel nach der letzten Reise auf die Lofoten ins Auge zu fassen: das Nordkap!

Ich kann die Faszination von diesem Ort gar nicht beschreiben und eigentlich freue ich mich auch nicht auf das Nordkap selbst, sondern den Weg dorthin (vor allem die letzten Stunden). Denn die Vegetation dort oben soll ganz besonders sein und die Stimmung bestimmt ganz genauso, wenn man zum nördlichsten Punkt Europas fährt (und denselben Weg auch wieder zurück, haha)!

Da unser eigenes Wohnmobil (Sunlight T67) leider erst im Herbst fertiggestellt wird, mieten wir uns für die Reisezeit von 3 Wochen nochmal ein Wohnmobil (Sunlight T68), aber ich freue mich schon umso mehr auf die erste Reise in den “eigenen vier Wänden auf Rädern”!

Reisen mit dem Wohnmobil

Wenn ich von unseren Reisen mit dem Wohnmobil berichte, schauen mich alle immer recht mitleidig an… “Du musst da jeden Tag kochen und abspülen? Und die Toilette entleeren? Jede Nacht einen neuen Stellplatz suchen? Und dann regnet’s vielleicht doch wieder?”

Ja! Denn genau das ist für uns der Reiz am Reisen mit dem Wohnmobil. Natürlich kann man sich vieles davon ersparen, wenn man mit dem Wohnmobil fest auf Campingplätzen steht, wo es Toiletten, Duschen und einen Stromanschluss für Schlechtwetterprogramm gibt. Aber das ist gar nicht unser Ding, denn wir lieben gerade die maximale Freiheit mit dem Wohnzimmer/Schlafzimmer/Küche auf vier Rädern!

  1. Nicht zu wissen, was der nächste Tag an Entdeckungen, Erlebnissen und Erfahrungen bringt, ist das allerschönste Gefühl am Urlaub im Wohnmobil.
  2. Nur mit dem Wohnmobil entdeckt man Ecken in fremden Ländern, an die man mit einem Reisebus oder Kreuzfahrtschiff niemals hingelangt.
  3. Da ich zuhause nur sehr ungerne und selten koche, ist das (minimalistische) Kochen im Wohnmobil für mich Teil des Abenteuers!
  4. Beim Frühstück/Mittagessen/Abendessen jeden Tag einen anderen Ausblick zu haben ist einfach fantastisch! Wann sonst kann man sein Marmeladenbrötchen schon direkt neben einem Wasserfall, See oder Strand essen (mutterseelenalleine!)?
  5. Unser Golden Retriever kann die ganze Zeit mit dabei sein und den Urlaub gemeinsam mit der Familie erleben.
  6. Ich liebe meine Rolle als (die meiste Zeit) Beifahrerin, Routenführerin und Stellplatzentdeckerin und gehe voll darin auf.
  7. Mein Alltag mit 2 Kids und dem eigenen Unternehmen ist streng durchgetaktet und voller Pläne, Listen und To Do’s – umso mehr genieße ich die Spontaneität und Improvisation beim Reisen auf 4 Rädern.
  8. Die Natur ist mein absoluter Kraft- und Erholungsort und nirgends sonst bin ich soviel in der Natur wie beim Reisen mit dem Wohnmobil.
  9. Ich erlebe meine Kinder 3 Wochen lang so intensiv wie im Alltag zuhause fast nie. Ich schlafe Nacht für Nacht neben ihnen, beobachte beide stundenlang beim Spielen im Wald, Bauen am Strand oder Entdecken der Umgebung.
  10. Wir haben bisher jedesmal so viele Abenteuer erlebt (positiv und negativ), von denen wir uns im Nachhinein immer wieder gegenseitig erzählen und uns an die Reisen erinnern (vom Strandurlaub eher selten).

Ja, Reisen mit dem Wohnmobil und v.a. auch die aufwändigen Vor- und Nachbereitungen (v.a. von gemieteten Modellen) sind unheimlich strapaziös – ganz zu schweigen von 2 kleinen Kindern (diesmal immerhin schon 5 und 8!) auf engstem Raum. Erst muss der halbe Hausstand verpackt, eingeräumt und am Ende wieder ausgeräumt werden, die ganze Familie muss sich immer erst einmal mit dem “begrenzten Freiraum” zurecht finden und eine Stellplatzgarantie gibt es schließlich auch nicht. Erholung und Entspannung sieht für viele daher sicherlich anders aus… Doch alle oben genannten einzigartigen Vorteile überwiegen für uns beide (!) Erwachsenen einfach und darum ist und bleibt es regelmäßig unser liebster Familienurlaub.

Sonnenaufgang auf dem Böda Hamn Caravanstellplatz auf der Insel Öland (Schweden)

Unsere Routenplanung

Nachdem das Ziel (Nordkap) klar war, wurde die Strecke dorthin (wie immer) sehr grob geplant. Den Süden und die Mitte Schwedens und den Süden Norwegens und die Gegend um die Lofoten kannten wir nun ja bereits aus den vorherigen Reisen, sodass ich mich bei der Planung der Route und POI (Points Of Interest) auf Mittel- und Nordschweden und in Norwegen auf Senja, Andøya und die Gegend bis Trondheim beschränkte. Die konkrete Route bis zum Ziel wird dann ad hoc von Tag zu Tag geplant bzw. fortgeführt, je nach Wetterlage, Fahrbereitschaft der Kinder und eigener Lust und Laune. Als Grundlage dafür hat sich dieses Vorgehen bewährt:

  1. Google My Maps Karte für die Reise anlegen
  2. Reiseführer (siehe unten), YouTube Videos und Reels aus dem Gebiet nach spannenden POIs screenen
  3. POIs (Aussichtspunkte, Wanderrouten, Nationalparks, Cafés, Campingplätze, Strände, usw.) inkl. Symbol und Farbe in der Google My Maps Karte eintragen
  4. Favoriten/Must-See’s markieren
  5. Grobe Route um die Punkte festlegen
  6. Auf der Reise jeden Abend die Ziele und Route(n) für den/die nächsten Tag(e) anhand der Google My Maps Karte stecken (ich habe dafür mein iPad mit dabei)
Alle gesammelten POIs anhand von Symbolen und Farben in unserer Google My Maps Karte

Unsere einzige, fixe Buchung im Vorfeld ist wie immer die Fährverbindung von Puttgarden nach Rødby am 3. Tag, ebenso wie die Überquerung der Öresundbrücke am selben Tag. Ab der Ankunft in Schweden steht uns alles offen.

Nachdem wir mit dem Nordkap jedoch ein sehr sportliches Ziel für die Reisedauer von 3 Wochen hin und zurück haben, werden wir voraussichtlich die beiden großen Autobahnen E4 (auf dem Hinweg an der Küste von Schweden entlang) und E6 (auf dem Rückweg durch Norwegen) nutzen. Alternativ fahren wir wieder über Abisko zurück nach Schweden und kürzen die Route ab (denn in Norwegen kommt man seeehr viel langsamer voran).

Unsere Google My Maps Karte für die Reise bis zum Nordkap und zurück

Einreise mit einem Hund

Mit einem Hund nach Schweden und Norwegen (und evtl. durch Finnland) zu reisen erfordert ein wenig Vorbereitung, denn beide Länder haben unterschiedliche Einreisebestimmungen.

ALLE LÄNDER

Der Hund benötigt:

  • EU-Heimtierausweis
  • Mikrochip (Pflicht)
  • Gültige Tollwutimpfung

NORWEGEN/FINNLAND

Der Hund benötigt zusätzlich eine Bandwurmbehandlung:

  • 24–120 Stunden vor der Einreise ins Land (entweder im Heimatland oder Schweden)
  • Eintrag im EU-Heimtierausweis durch den Tierarzt

Alternativ gibt es auch noch die 28-Tage-Regel (die nutzen wir diesmal): Dabei wird der Hund im Heimatland zweimal im Abstand von maximal 28 Tagen entwurmt. Mit dieser vorbereiteten Dokumentation darf der Hund dann im Anschluss ohne erneute Kurzfrist-Wurmkur nach Norwegen und Finnland einreisen. Bei längeren Reisen muss die Behandlung in Intervallen von höchstens 28 Tagen lückenlos wiederholt werden.

ACHTUNG: In Schweden und Norwegen besteht generell vielerorts eine Leinenpflicht und nicht immer sind Hunde in Cafés/Restaurants/Camingplätzen erlaubt!

Unsere Packliste(n)

Packen ist leider jedesmal mein persönlicher Horror vor der eigentlichen Abfahrt mit dem Wohnmobil, da es unheimlich aufwändig und kräftezehrend ist. Was mir Entlastung vom “Mental Load” verschafft sind meine Packlisten, die ich seit unserer ersten Reise mit dem Wohnmobil 2019 nutze und immer wieder ein wenig anpasse (an die Jahreszeit bzw. das Alter der Kinder). Mit ihrer Hilfe fühle ich mich 1. gedanklich sicher(er) und vorbereiteter und kann 2. on-the-go im Alltag ab ca. 7 Tagen vor Abfahrt immer mal wieder etwas wegpacken.

Und so handhabe ich meine Packlisten:

  1. Packliste(n) mit verschiedenen Oberthemen digital (z.B. Checklisten in iOS Notizen App) oder analog anlegen
  2. Produkte des täglichen Bedarfs direkt bei der Benutzung darin festhalten (falls sie auf der Reise auch zwingend benötigt werden)
  3. Oberthema nach Oberthema in Tüten oder IKEA SAMLA Boxen vorpacken
  4. Am Tag der Wohnmobil-Anmietung die Tüten/Boxen nacheinander im Wohnmobil einräumen

In meinen beiden letzten Blogbeiträgen zeige ich dir beispielhaft meine verschiedenen Packlisten inkl. Produktempfehlungen, die mir sehr geholfen haben:

Schweden mit dem Wohnmobil 2019 (Ende September mit 1,5-Jährigem)
Norwegen mit dem Wohnmobil 2022 (Juli mit 1,5 und 4-Jährigem)

Was auf jeden Fall nie bei mir fehlen darf:

Literaturempfehlungen

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